Osteoporose

Osteoporose - was ist das?
Osteoporose, im Volksmund auch „Knochenschwund“ genannt, ist die häufigste Stoffwechselerkrankung des Knochens. Die Waage zwischen Knochenauf- und Knochenabbau gerät aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Der Knochen wird porös, verliert an Substanz und Stabilität, so dass er bereits bei geringer Belastung, wie z.B. bei kleineren Stürzen oder durch Heben und Tragen brechen kann. Meist sind Wirbelkörper, die Oberschenkel- und Unterarmknochen betroffen.

Wer kann an Osteoporose erkranken? 

Allein in Deutschland leiden etwa 7 Millionen Menschen an dieser Volkskrankheit. Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer.

Welche wichtigen Risikofaktoren gibt es?

  • weibliches Geschlecht
  • Alter über 60 Jahre (Männer und Frauen)
  • unausgewogene Ernährung (Kalzium- u. Vitamin D- Mangel)
  • Bewegungsarmut (sitzende Tätigkeit, längerfristige Bettruhe, Lähmungen)
  • Osteoporose in der Familie
  • Östrogenmangel (z.B. frühes Ende der Regelblutung)
  • Testosteronmangel beim Mann
  • längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kortison, Mittel gegen Krampfanfälle)
  • bestimmte chronische Erkrankungen (z.B. Rheuma, chronische Darmentzündung)
  • Essstörungen (Magersucht, Bulemie)
  • häufiger Nikotin- oder Alkoholkonsum

 
Verlauf einer Osteoporose

Wie wird die Osteoporose diagnostiziert?
Osteoporose ist eine stille, schleichend fortschreitende Erkrankung. Oft wird die Osteoporose deshalb erst im schon weit fortgeschrittenen Stadium durch deutliche äußere Zeichen wie abnehmende Körpergröße und Rundrückenbildung durch Wirbelkörperbrüche oder einen Oberschenkelknochenbruch erkannt. Das häufigste, wenn auch unspezifische Frühsymptom, ist der chronische Rückenschmerz. Deshalb sollte in diesem Fall neben zahlreichen anderen Erkrankungen eine Osteoporose immer mit in Betracht gezogen werden. Der Umkehrschluß keine Schmerzen – keine Osteoporose- gilt jedoch leider nicht! Um Osteoporose zu diagnostizieren sind eine ausführliche Befragung über Ihre Vorgeschichte, eventuelle Risikofaktoren und Medikamenteneinnahme und eine klinische Untersuchung notwendig. Weiterhin erfolgen Labortests von Blut und Urin, eine Röntgenaufnahme Ihrer Brust- und Lendenwirbelsäule sowie eine Knochendichtemessung.

Wie wird die Osteoporose behandelt?
Die Osteoporosetherapie besteht aus 3 Säulen:

  1. Medikamente
  2. Bewegung
  3. gezielte Ernährung

Hierzu sind Geduld und Konsequenz notwendig!
Die medikamentöse Therapie der Osteoporose wird vom Arzt individuell für jeden Patienten, je nach Schweregrad und Begleiterkrankungen festgelegt. Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, welche den Knochenabbau bremsen oder den Knochenaufbau fördern können und damit das Risiko von Knochenbrüchen verringern. Kalzium und Vitamin D gehören zur Basistherapie der Osteoporose. Sie mineralisieren und stabilisieren den neu gebildeten Knochen. Ist die Osteoporose Folge einer anderen Erkrankung steht deren Behandlung im Vordergrund. Osteoporotisch bedingte Knochenbrüche an Arm und Bein werden meist operativ versorgt. Weiterhin kommen Physiotherapie sowie Orthesen (z.B. Rumpfstützkorsett bei Wirbelkörperbrüchen) zum Einsatz.
Was können Sie tun?
Unterstützen Sie Knochenerhalt bzw. -aufbau durch:
Vor allem calciumreiches Mineralwasser
• gesunde Ernährung
mit genügend Kalzium (z.B. in Milch und Milchprodukten) und Vitamin D (z.B. in fettem Seefisch, Eiern, Pilzen)
Meidung von stark phosphathaltigen Nahrungsmitteln (z.B. Cola, Schmelzkäse, Fertiggerichte)
Meidung von übermäßig Alkohol, Koffein, Kochsalz
• regelmäßige Bewegung. Wer nicht trainiert verliert jährlich 5-10% seiner Muskelmasse und somit auch Knochenmasse!

Dazu können Sie in der Anlage unseren Ernährungsplan als pdf downloaden

 

Dr. med. Thomas Wohlrab | Orthopäde - Osteologe DVO | Master of Acupuncture, Chirotherapie
Schlobigplatz 20 | 08056 Zwickau | Tel: 0375 / 2714792